Heinrich-von-Oytha-Schule - Oberschule Friesoythe

Auszeichnungen



Auszeichnung durch den Genossenschaftsverband Weser-Ems

Genossenschaft macht aus Schülern Kollegen (Bericht der NWZ vom 17.01.2013)

Jugendliche arbeiten selbstständig
– Gemeinsames Ziel vor Augen – Auch Kündigungen möglich

Das Zeugnis der Genossenschaft macht sich gut in der Bewerbung. Arbeitgeber werden so auf Schüler aufmerksam.

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1000 Euro gewannen die Altenoyther Schüler mit ihrer HvO (Bild: Genossenschaftsverband)

Altenoythe Eigenverantwortung: Das ist der Schlüsselbegriff zum Erfolg der Schülergenossenschaft HvO der Heinrich-von-Oytha-Schule Altenoythe. Vier Schülerfirmen sind unter dem Dach der Genossenschaft zusammengeschlossen: Brötchen To Go, das Internetcafé, ein Schülerkiosk und die Fahrradwerkstatt. Nach zwei Jahren Genossenschaft steht fest: das Projekt ist ein Erfolg.

Erstens arbeitet die Genossenschaft wirtschaftlich. Horrende Summen werden natürlich nicht verdient, aber am Ende bleibt ein Gewinn. Und: Die Hauptschüler lernen in den Schülerfirmen und in der Genossenschaft enorm viel für ihr späteres Vorankommen im Berufsleben. Da sei zunächst eben das eigenverantwortliche Arbeiten genannt. „Die Schüler müssen wirklich alles selbst regeln“, so Reinhold Kempermann, Lehrer und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft. Er betreut die Firma Brötchen To Go: „Die Schüler verarbeiten alle Einnahmen und Ausgaben in der Buchhaltung, sie müssen Bestellungen machen, gehen einkaufen, schmieren die Brötchen und gehen zur Bank.“ Da liegen die Lerneffekte für die Arbeit im echten Berufsleben auf der Hand.

Probleme selbst lösen

Die Mitarbeiter der Genossenschaft achten zudem aufeinander, unterstützen sich gegenseitig. „Das gemeinsame Ziel der Genossenschaft verbindet“, sagt Ulla Stolte. Sie ist ebenfalls Lehrerin, betreut das Internetcafé und ist Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft.

Die Lehrer erleben täglich, wie sich die Jugendlichen gegenseitig auf ihre Pflichten hinweisen, sich anspornen, wie sie neue Ideen entwickeln, Arbeitsprozesse organisieren und optimieren und natürlich auch Probleme lösen. Kempermann: „Die meisten Schwierigkeiten regeln die Schüler untereinander.“ Das kann auch bedeuten, dass ein Mitarbeiter schlichtweg entlassen wird. Das Stellenangebot ist auch in einer Schülerfirma begrenzt, viele wollen hier einen Job. Wer also zum Beispiel nicht mitzieht, seine Arbeit nicht erledigt oder gar seine Macht missbräuchlich einsetzt, der fliegt raus.

Die Mitarbeiter aber, die zum Erfolg der Genossenschaft beitragen, ernten nicht nur Lob und Anerkennung, sondern bekommen auch Zeugnisse und Zertifikate, die sie für ihre Bewerbungsunterlagen nutzen können, wenn sie auf der Suche nach einer Lehrstelle sind. „Die Schülerfirmen arbeiten mit Partnerfirmen zusammen. Das sind Unternehmen, bei denen sich dann nach dem Schulabschluss auch manch einer bewirbt“, sagt Reinhold Kempermann. Da sei das Zeugnis der Genossenschaft sicher ein Vorteil.

1000 Euro Siegprämie

Wie solide in der HvO-Genossenschaft gearbeitet wird, zeigt auch eine Auszeichnung: Beim Wettbewerb für Nachhaltige Schülergenossenschaften des Genossenschaftsverbands Weser-Ems landeten die Schüler aus Altenoythe auf dem ersten Platz. 1000 Euro haben sie dafür als Prämie bekommen. Das Geld soll genutzt werden, um Unternehmensbesichtigungen zu organisieren, so Kempermann. Und ein Teil des Geldes fließt in die Belohnung der Schüler – ein toller Ausflug soll unternommen werden.

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