Heinrich-von-Oytha-Schule - Oberschule Friesoythe

Oberschule



Konzeption der Oberschule

Unser Leitspruch „Unsere Schule ist mehr als nur ein Haus“ findet in der Einrichtung einer teilgebundenen Oberschule seine volle Bedeutung.

Unsere Schule möchte somit nicht nur auf die veränderten häuslichen Gegebenheiten reagieren, sondern wir wollen uns auch den grundsätzlich veränderten Anforderungen der Gesellschaft stellen. Besonders die Arbeitswelt formuliert hier sehr deutlich notwendige Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen, die von unseren Schülern erwartet werden.
Der Betrieb einer teilgebundenen Oberschule darf dabei nicht nur auf reine Fach- und Sachkompetenzen zielen, sondern muss auch auf eine umfassende Persönlichkeitsentwicklung ausgerichtet sein. Gerade unterschiedliche AG-Angebote sollen neue Erfahrungen ermöglichen, für die im Unterricht keine Zeit vorhanden ist und für die außerhalb von Schule keine Gelegenheiten geschaffen werden:

  • regelmäßiges übendes Lernen und gezieltes Beheben von Lücken im Förderangebot sollen Erfolge im Unterricht ermöglichen.
  • Kontakte zu neuen, außerschulischen Angeboten soll Neugierde wecken
  • Praktisches Handeln soll zur Mitarbeit motivieren und Einsicht für notwendige Theorie erzeugen.
  • Schüler sollen sich selbst besser einschätzen können, Stärken erkennen und Schwächen beheben lernen.
  • Positive Erfahrungen führen zu Selbstbewusstsein, Erfolge sind Grundlage für eine positive Grundeinstellung von Schülern.

Ziele der Oberschule:

Die Oberschule…
  • vermittelt eine grundlegende, erweiterte oder vertiefte Allgemeinbildung,
  • stärkt Grundfertigkeiten, selbstständiges Lernen, aber auch wissenschaftspropädeutisches Arbeiten,
  • ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine individuelle Schwerpunktbildung, die sie befähigt ihren Bildungsweg berufs- aber auch studienbezogen fortzusetzen,
  • arbeitet eng mit den berufsbildenden Schulen zusammen.

Organisation:


Die teilgebundene Oberschule wird jahrgangsbezogen eingeführt. Sie wird als teilgebundene Ganztagsschule geführt. Es findet ein verpflichtendes Ganztagsangebot an zwei Tagen der Woche statt. Der Ganztagsunterricht wird beginnend mit dem 5. Schuljahrgang aufsteigend eingeführt. An den beiden anderen Tagen ist die Teilnahme an den Ganztagsangeboten freiwillig. Die momentane offene Ganztagschule wird somit ab dem Schuljahr 2019/2020 auf die Teilgebundenheit umgestellt.

Die erweiterte Schulzeit bietet die Chance für eine neue Rhythmisierung des Schultages unter Berücksichtigung eines schülergerechteren Arbeitsrhythmusses mit wechselnden Belastungs- und Entlastungsphasen. Darüber hinaus eröffnen sich bessere Möglichkeiten für eine individuellere Förderung der einzelnen Schüler. Die zusätzliche Zeit erleichtert die innere Differenzierung und offene Arbeit und fördert Selbstständigkeit und Selbstverantwortung der Schüler.

Die Ganztagsschule ist auch Lebensraum und Lebenswelt der Kinder. Hier können unsere Schüler all die Dinge lernen, die nicht auf dem Lehrplan stehen. Konfliktlösungsstrategien, kulturelle Akzeptanz, ein Gefühl der Zugehörigkeit zur Klassengemeinschaft, sowie der Erwerb sozialer Kompetenzen stehen dabei im Mittelpunkt. Die Schüler sollen sich als wichtige Mitglieder der Gemeinschaft fühlen und für sie Verantwortung übernehmen. Der Ganztag bietet zusätzlichen Raum für Verantwortungsbereiche der Schüler z.B. als Streitschlichter oder als Pate für neue Schüler. Dadurch werden der Gemeinschaftssinn und das Selbstwertgefühl gestärkt.

Verpflichtende Ganztagsangebote:

Für die Klassen 5 und 6 sind folgende zusätzlichen Pflichtangebote Bestandteil des Ganztagsangebotes.

> Methodentraining


Ein Bestandteil des Methodentrainings ist die Mappenführung. Die Bewertung dieser erfolgt im Rahmen der mündlichen Leistung und findet Eingang in die Zeugnisnote. Im Training erhalten die Schüler eine ausführliche Einführung und erarbeiten eine ordnungsgemäße Mappenführung. Diese bildet die Grundlage für die gesamte Schullaufbahn.
Weiterhin sollten die Schüler durch gezielte Gruppenarbeit nachhaltig an verschiedene Lernmethoden wie z.B. Partnerarbeit, Diskussion, Argumentation, usw. herangeführt werden. Des Weiteren soll das Methodentraining die individuellen Fähigkeiten des selbstständigen Lernens unterstützen. Die Schüler sollen in ihrer Eigenständigkeit gefördert und zum Nutzen der notwendigen Methoden angeregt werden.

> Sozialtraining

Im Sozialtraining sollen die Schüler gezielt in ihren Kompetenzen gefördert werden. Neben sprachlichen und körperlichen werden auch die emotionalen und sozialen Kompetenzen der Schüler erweitert. Dabei ist das Verhalten in der Gemeinschaft und in der Gruppe von großer Bedeutung und steht im Mittelpunkt. Die Schüler sollen zudem in ihrer Konfliktfähigkeit geschult werden, um in der Lage zu sein, Konflikte auszuhalten und angemessen zu lösen. Ein weiterer Aspekt im Sozialtraining ist das Mittagessen in der Mensa. Die Tisch- und Essenskulturen werden gestärkt, aber auch Sekundärtugenden wie Höflichkeit, Sauberkeit, Hilfsbereitschaft, etc. sollen vermittelt werden.

> Hausaufgabenhilfe

Die Schüler haben an zwei Tagen in der Woche eine feste Hausaufgabenbetreuung durch den Klassenlehrer. Dort sollen die Schüler lernen, wie Hausaufgaben sorgfältig gemacht werden. Ferner sollen Strategien entwickelt werden, um die Hausaufgaben vollständig und zeitnah zu erledigen. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass in dieser Stunde die Hausaufgaben fehlerfrei oder vollständig erledigt werden. Diese Kontrolle obliegt weiterhin dem Elternhaus.

> Förderunterricht


In den Förderangeboten sollen die Schüler individuell gefördert werden. Sie arbeiten in der Förderstunde an ihren Fördermappen, um so ihre Defizite in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch aufzuarbeiten. Schüler mit Migrationshintergrund sollen in diesen Stunden in Zusammenarbeit mit dem Caritas Sozialwerk gefördert werden.

Der Tagesablauf für die teilgebundene Oberschule sieht folgendermaßen aus:

 1. Stunde 08.00 - 08.45  Unterricht am Vormittag
 2. Stunde 08.45 - 09.30  
  25 Min. Pause  
 3. Stunde 09.55 - 10.40  
 4. Stunde 10.40 - 11.25  
  20 Min. Pause  
 5. Stunde 11.45 - 12.30  
 6. Stunde 12.30 - 13.15  
 Mittagspause 13.15 - 14.00  
 7. Stunde ab 14.00  Unterricht am Nachmittag
 8. Stunde bis 15.25  

Mittagspause nach der 6. Stunde:

Die Mittagspause findet in nach der 6. Stunde statt. Schüler können sich in der Mittagspause in der Mensa, im Freizeitraum oder draußen aufhalten. Das Verlassen des Schulgeländes ist nicht erlaubt.

Mensa:
Neben den verpflichtenden Arbeitsgemeinschaften/Trainings- bzw. Förderangeboten nimmt die Mittagsverpflegung eine zentrale Rolle innerhalb der teilgebundenen Oberschule ein. Die Schüler sollen in einer ruhigen Atmosphäre die Möglichkeit haben, gemeinsam ein ausgewogenes Mittagessen einzunehmen. Zwar sollen die Schüler das Gefühl der Beaufsichtigung haben, dennoch muss das gemeinsame Mittagessen ein Moment der Ruhe und Erholung, der Abwendung vom Lern- und Leistungsgedanken beinhalten und gleichzeitig ein Gefühl von Gemeinschaft vermitteln.
In der Mensa können die Schüler in der 6. oder nach der 6. Stunde ein vorbestelltes Mittagessen verzehren. Es ist auch möglich ein von zu Hause mitgebrachtes Lunchpaket in der Mensa zu essen. Das Mittagessen wird von der Firma Bley zubereitet und von zwei städtischen Mensamitarbeiterinnen ausgegeben. Die angebotenen Speisen fördern und unterstützen eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Es werden täglich jeweils zwei Hauptmenüs (davon ein vegetarisches Gericht), Salat oder Nachtisch angeboten. Das Mittagessen kann auf Antrag unter bestimmen Umständen bezuschusst werden. Frau Vaske und Frau Speckmann beraten die Schüler und Eltern in dieser Angelegenheit.

Hausaufgabenbetreuung:
Von Montag bis Donnerstag findet in der 7. und 8. Stunde eine offene Hausaufgabenbetreuung statt. Hier können die Schüler unter Aufsicht in Ruhe ihre Hausaufgaben anfertigen. Es wird darauf geachtet, ein strukturiertes Lernumfeld herzustellen. Die Schüler werden angehalten ihre Hausaufgaben eigenständig zu erledigen. Eine Kontrolle der Hausaufgaben ist allerdings nicht möglich und verbleibt in der Verantwortung der Eltern.

Freizeitraum:
Im Freizeitraum stehen den Schülern ein Billardtisch, drei Kicker, ein Air-Hockey, und diverse Gesellschaftsspiele zur Verfügung. Alle Schüler können während der Mittagspause den Freizeitraum nutzen. Unter Aufsicht werden die Schüler motiviert, ihren Interessen nachzugehen und ihre Mittagspause sinnvoll zu nutzen.

Internetcafe:
Unter Aufsicht haben die Schüler in der Mittagspause die Möglichkeit, im Internetcafe frei zu arbeiten und für Schul- bzw. Hausarbeiten zu recherchieren und bei Bedarf einen Drucker zu nutzen. Dabei steht ihnen die aktuelle Software von Microsoft und Internet zur Verfügung. Durch einen Schutz auf jedem Computer ist gewährleistet, dass ein Internetmissbrauch verhindert wird.

Teilnahme an den offenen Ganztagsangeboten:

Der offene Ganztagsbetrieb und findet von Montag bis Donnerstag in der 7. und 8. Stunde statt. Es besteht die Möglichkeit, sich für einen oder für zwei Tage anzumelden.

Anmeldeverfahren für AG im offenen Ganztagsangebot:
Alle Anmeldungen sind nur mit der Unterschrift eines Erziehungsberechtigten gültig. Liegt keine Anmeldung vor, kann an der AG nicht teilgenommen werden. Die Anmeldung ist bindend für ein Schuljahr. Melden sich für eine bestimmte AG zu viele Teilnehmer, entscheidet das Los. Wer einen Zweit- und Drittwunsch angibt, hat weitere Chancen, an einer AG teilzunehmen. Alle Schüler werden rechtzeitig schriftlich über eine Teilnahme am Ganztagsbetrieb informiert. Abmeldungen während des Schuljahres sind nicht möglich.

Arbeitsgemeinschaften:
In den Arbeitsgemeinschaften wird der Freizeit- und Hobbybereich angesprochen. Einige AGs werden in Zusammenarbeit mit der kommunalen Jugendpflege, mit anderen Vereinen, Institutionen oder Firmen aus dem Stadtgebiet Friesoythe angeboten. Die Arbeitsgemeinschaften finden in der 8. und 9. Stunde statt.

Zusammenarbeit mit Schülern und Eltern:

Eine enge Zusammenarbeit mit Schülern und Eltern ist in der teilgebundenen Oberschule unerlässlich. Sie sollen in Entscheidungsprozessen (Schulvorstand) über die Strukturierung und inhaltliche Gestaltung der Oberschule einbezogen werden. Ferner können sie in Arbeitsgemeinschaften oder Projekten mitwirken und diese in Eigenverantwortung leiten.

Pädagogische Mitarbeit in der Oberschule durch Schüler, Eltern oder externe Personen:

In der teilgebundenen Oberschule bestehen viele verschiedene Möglichkeiten der Mitarbeit:
  • AG-Leiter für ein Ganztagsangebot
  • Aufsicht in der Mensa, im Freizeitraum, auf dem Schulhof
  • pädagogische Betreuung im Hausaufgabenraum
  • pädagogische Betreuung der Computerarbeitsplätze
  • pädagogische Betreuung in der Bibliothek
  • Mitarbeit in der Steuerungsgruppe „Ganztagsschule“
  • Sozialpädagogisches Praktikum
  • Freiwilliges Soziales Jahr
  • Berufsanerkennungsjahr

Archivierte Presseartikel

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